Ich zieh auf’s Land.

Es gibt Facebook, Twitter oder Google+, um Inhalte zu erstellen, zu veröffentlichen und zu verteilen. Wieso also noch ein eigenes Blog, in dieser dunklen und verlassenen Ecke des Internets?

Weil es meins ist.

Oder anders gesagt: Ich will eine eigene Wohnung und will nicht mehr Untermieter sein.

Ich will diese Wohnung einrichten, wie’s mir passt. Wenn ich morgen die Wände streichen will, dann werde ich sie grün streichen. Nicht blau. Und wenn ich ein Urlaubsfoto schiesse und an der Wand aufhänge, will ich, dass das Bild auch mir gehört.

Ausserdem will ich in fünf Jahren noch hier wohnen. Ich habe keine Lust umzuziehen, weil irgend so ein Hausbesitzer umbauen will und’s mir dann nicht mehr passt.

Vielleicht ist ein Blog so etwas wie zu sagen «Ich ziehe auf’s Land». Für Gäste ist der Weg etwas beschwerlicher, die Türen stehen aber immer offen und alle sind herzlich eingeladen.

Ausserdem: Ich bin ja auf meinem Blog nicht ab von der Welt. RSS ist sowas wie die Rohrpost zwischen hier und dem grossen Getümmel: Freunde auf Facebook und Follower auf Twitter erhalten eine kurze Nachricht, wenn hier was veröffentlicht wird.

Das geht einfach – und jetzt kommt die Werbung -, weil ich meinen Blog mit dem Social Media Kit von Blogwerk betreibe: Artikel werden automatisch auf die von mir gewählten Kanäle gepusht und alle Reaktionen fliessen auch wieder hierin zurück: Facebook-Kommentare oder Tweets kann ich von hier aus lesen und auch beantworten. Cool, oder?

Talk this way.

Das ist ein Old School-Blog: Mein persönliches Denkbuch im Internet, das ich zum Lernen und Nachdenken brauche.

Die vergangenen Jahre haben mir gezeigt: Blogartikel zu verfassen ist eine meiner bevorzugten und effektivsten Lernmethoden. Es zwingt mich dazu, Gelesenes oder Gehörtes aufzubereiten, zu sammeln, zu strukturieren und einigermassen verständlich wiederzugeben.

Zur Zeit wird im Netz sehr viel gelesen, gehört und weiterempfohlen. Twitter ist der grosse menschliche Informationsfilter. Ein riesiges Netzwerk von Menschen liest, bewertet und sortiert 24 Stunden pro Tag Informationen und News und lässt mich davon profitieren. Wie diese Wale, die mit offenem Maul durch’s Meer schwimmen, alles einsaugen, aber nur Nützliches verwerten.

Dieser Blog soll nun zu einem weiteren Teil meines «Personal Knowledge Management»-Baukastens werden (mehr zu Networked Learning oder Personal Knowledge Management hier bei Harold Jarche). Um Gehörtes und Gelesenes zu sammeln, zu prüfen und zu vertiefen. Anschliessend zwingt mich das Schreiben zum Entwickeln einer eigenen Struktur, zum Gewichten der Argumente und und allfällige Optionen für mich zu entwickeln.

Am besten geht das, wenn ich für ein «Publikum» schreibe – selbst wenn es ein imaginäres ist. Deshalb taugt das Tagebuch in meinem Nachttischchen dazu nicht; ein Blog im Netz hingegen schafft mehr (selbstgewählten) Druck auf.

Ob es jemand liest, Du oder Du oder die Katze des Nachbarn, ist nicht so relevant. Ich freue mich über jeden Leser und jede Leserin, klar. Es ist bloss nicht die primäre Motivation. In diesem Sinne reiht sich dieses Blog stolz in die von Seth Godin begründete Kategorie der Katzenblogs ein.

(Bild: Bandita bei flickr.com / CC)

Selbstbildnis.

Dieses Blog ist ein Usability-Alptraum. Richtig so.

Das Theme hier ist «customized for Mauch only». Mein erstes, für mich erstelltes WordPress-Theme. Für das Design gab es zwei Vorgaben: Erstens Reduktion und zweitens Design vor Nutzerfreundlichkeit. Dabei herausgekommen ist ein Ein-Spalten-Design mit sehr grossen Artikelvorschaubildern, einem minimalen Seiten-Menu oben und einer Navigation am unteren Ende der Seite (!)

Bei meiner lieben Freundin @omenzi, einer ausgewiesenen Usability-Expertin, löst das mehr als berechtigtes Grauen aus. Und der Designer des Themes, @purzlbaum, weiss auch genau, wie man nutzerfreundliche Themse gestaltet und umsetzt.

Bloss: Um das ging es hier nicht. Vielmehr standen zwei Punkte im Vordergrund. Wie an anderer Stelle erklärt, gehört dieses Blog mir. Und deshalb sieht es so aus, wie ich es will und nicht wie es für einen Nutzer allenfalls am besten wäre. Und zweitens war mir der Fokus auf den Inhalt am wichtigsten. Das Theme ist also sehr funktionell.

Natürlich will ich die Leserschaft überhaupt nicht geringschätzen. Im Gegenteil. Ich gehe davon aus, dass meine Mitleserinnen und Mitleser sehr viel Erfahrung als Internet-Nutzer mitbringen. Und in der Lage sind, sich den Inhalt dieser Seite zu erschliessen, wenn sie das wollen. Und nicht an der Hand genommen werden müssen, um auch sicher den richtigen Knopf zu drücken.

Social Media und KMU: Der erfolgreiche Start

Viele KMU fragen sich, ob sie Social Media nutzen sollen. Twitter, Blogs und Facebook bieten tatsächlich Möglichkeiten, die bisher nicht oder nur mit hohen Kosten umzusetzen waren. Eine verlockende Gelegenheit, also, die aber einiger Vorüberlegung bedarf.

Dazu will ich Sie ermuntern. Es braucht kein elaboriertes Strategiepapier. Für den Start reicht es, einige Kernfragen zu beantworten. Zuerst die wichtigste Frage: Welches Ihrer Unternehmens- und Kommunikationsziele wollen Sie mit Social Media unterstützen? Social Media-Kommunikation bedeutet Arbeit und die muss sich am Ende lohnen. Hier Beispiele für Ziele, die Sie mit Social Media besser erreichen können.

Twitter: Martin Schmid ist Unternehmensberater für Personalfragen. Er will sich in seinem Gebiet als Experte positionieren. Er nutzt Twitter und versorgt seine Follower mit Hinweisen auf interessante Weblinks oder neu erschienene Bücher. Bereits nach einigen Monaten ist er auf Twitter zu einer nützlichen Infoquelle geworden. Unter seinen 300 Followern befinden sich rund 50 HR-Spezialisten aus verschiedenen Unternehmen. Social Media und KMU: Der erfolgreiche Start weiterlesen

Dialog in Social Media: Hören Sie auf zu kommunizieren.

Schweizer Firmen wollen Social Media nutzen, um mehr Dialog zu haben. Das bedeutet, dass Unternehmen aufhören müssen zu kommunizieren. Und damit beginnen, Gespräche zu führen.

Sie wollen mehr Dialog? Eine neue Social Media-Studie von Bernet_PR und Barbara Kunert zeigt: «Mehr Dialog» ist das meist genannte Ziel, das Schweizer Firmen mit Social Media erreichen wollen. Sie wollen sich mit Kunden, künftigen Mitarbeitenden oder anderen Anspruchsgruppen unterhalten und Gespräche führen. Das macht Sinn, weil Social Media für Gespräche da ist. Als Unternehmen haben Sie die Gelegenheit, sich in die Unterhaltung einzuklinken.

Sagen Sie doch was. Was braucht es, um als angenehmer und anregender Gesprächspartner wahrgenommen zu werden? Sie sollten vor allem etwas Spannendes zum Gespräch beitragen. Weiter gelten alle Grundsätze, die auch in einem «analogen» Gespräch beim Hochzeitsempfang oder an einem Geschäftsessen gelten: Drängen Sie sich nicht auf, langweilen Sie nicht und reden Sie nicht zuviel über sich selber. Hören Sie zu und geben Sie Antwort, wenn Sie angesprochen werden. Dialog in Social Media: Hören Sie auf zu kommunizieren. weiterlesen