Wanderung: Durch Karrenfelder zur Glattalp

Am Samstag sind wir von Braunwald über die Glattalp nach Sali gewandert – eine nicht besonders anstrengende Wanderung, die durch mondähnliche Landschaften führt.

Natürlich hat es nichts mit dem Mond zu tun, wie ein Blick in Wikipedia zeigt. Oberhalb von Braunwald finden sich ausgedehnte Karrenfelder. Karren sind Verwitterungen im Gestein, dadurch ergeben sich sehr markante Gesteinsformationen.

Die Wanderung beginnt in Braunwald, steigt etwas hoch und führt anschliessend durch eben diese Karrenfelder und Hochmoore. Wir hatten zu Beginn etwas Regen, aber selbst dann ist die Wanderung ohne Probleme machbar. Im Gegenteil, ab und an laufe ich gerne durch den Regen, und die wolkenverhangenen Gipfel verstärkten den Eindruck, durch Mittelerde zu wandern.

Am Tag vorher fand offenbar gerade der Alpaufzug statt – bis September werden nun über 2000 Schafe und 500 Kühe dort oben sömmern.

Insgesamt sind nicht mehr als vielleicht 400 Höhenmeter aufwärts zu bewältigen und nach vier bis fünf Stunden erreicht man die Glattalp. Der Weg dahin ist sehr gut (man könnte auch sagen «exzessiv») markiert und einfach zu finden. Von der Glattalp führt eine Seilbahn nach Sali, von da fährt der Bus nach Muotathal.

Die Hinfahrt nach Braunwald ist in 1,5 Stunden erledigt, die Rückfahrt sollte man bei der Planung berücksichtigen: Nach Zürich führte uns der Weg in etwa 2,5 Stunden von Sali im Bisisthal über Muotathal nach Schwyz, dann nach Zug und von da aus zum Velo am Bahnhof. Liebhaber von Lokalbussen kommen gut auf die Rechnung. Zu beachten ist,  dass die Seilbahn nur jede halbe Stunde fährt und der Bus von Sali nach Muotathal offenbar noch etwas seltener.

Eine Beschreibung der Wanderung findet sich auch auf der Website von Braunwald. Die Wanderung ist dort mit «schwierig» angegeben, was aber unserer Meinung nach nicht stimmt. Klar, mit Kinderwagen klappt es nicht, bedarf aber sonst keiner besonderer Bergsteigerkünste. Dafür bietet die Wanderung die Gelegenheit, ohne grosse Anstrengung ganz ausserordentliche Landschaften zu Gesicht zu bekommen.

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