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Über das Internet könnte man ewig schreiben :) Bin seit 1994 da drin und finde es immer noch faszinierend. Was wir damit machen, was es mit uns macht und wie wir langsam herausfinden, was es sein könnte.

Talk this way.

Das ist ein Old School-Blog: Mein persönliches Denkbuch im Internet, das ich zum Lernen und Nachdenken brauche.

Die vergangenen Jahre haben mir gezeigt: Blogartikel zu verfassen ist eine meiner bevorzugten und effektivsten Lernmethoden. Es zwingt mich dazu, Gelesenes oder Gehörtes aufzubereiten, zu sammeln, zu strukturieren und einigermassen verständlich wiederzugeben.

Zur Zeit wird im Netz sehr viel gelesen, gehört und weiterempfohlen. Twitter ist der grosse menschliche Informationsfilter. Ein riesiges Netzwerk von Menschen liest, bewertet und sortiert 24 Stunden pro Tag Informationen und News und lässt mich davon profitieren. Wie diese Wale, die mit offenem Maul durch’s Meer schwimmen, alles einsaugen, aber nur Nützliches verwerten.

Dieser Blog soll nun zu einem weiteren Teil meines «Personal Knowledge Management»-Baukastens werden (mehr zu Networked Learning oder Personal Knowledge Management hier bei Harold Jarche). Um Gehörtes und Gelesenes zu sammeln, zu prüfen und zu vertiefen. Anschliessend zwingt mich das Schreiben zum Entwickeln einer eigenen Struktur, zum Gewichten der Argumente und und allfällige Optionen für mich zu entwickeln.

Am besten geht das, wenn ich für ein «Publikum» schreibe – selbst wenn es ein imaginäres ist. Deshalb taugt das Tagebuch in meinem Nachttischchen dazu nicht; ein Blog im Netz hingegen schafft mehr (selbstgewählten) Druck auf.

Ob es jemand liest, Du oder Du oder die Katze des Nachbarn, ist nicht so relevant. Ich freue mich über jeden Leser und jede Leserin, klar. Es ist bloss nicht die primäre Motivation. In diesem Sinne reiht sich dieses Blog stolz in die von Seth Godin begründete Kategorie der Katzenblogs ein.

(Bild: Bandita bei flickr.com / CC)

Selbstbildnis.

Dieses Blog ist ein Usability-Alptraum. Richtig so.

Das Theme hier ist «customized for Mauch only». Mein erstes, für mich erstelltes WordPress-Theme. Für das Design gab es zwei Vorgaben: Erstens Reduktion und zweitens Design vor Nutzerfreundlichkeit. Dabei herausgekommen ist ein Ein-Spalten-Design mit sehr grossen Artikelvorschaubildern, einem minimalen Seiten-Menu oben und einer Navigation am unteren Ende der Seite (!)

Bei meiner lieben Freundin @omenzi, einer ausgewiesenen Usability-Expertin, löst das mehr als berechtigtes Grauen aus. Und der Designer des Themes, @purzlbaum, weiss auch genau, wie man nutzerfreundliche Themse gestaltet und umsetzt.

Bloss: Um das ging es hier nicht. Vielmehr standen zwei Punkte im Vordergrund. Wie an anderer Stelle erklärt, gehört dieses Blog mir. Und deshalb sieht es so aus, wie ich es will und nicht wie es für einen Nutzer allenfalls am besten wäre. Und zweitens war mir der Fokus auf den Inhalt am wichtigsten. Das Theme ist also sehr funktionell.

Natürlich will ich die Leserschaft überhaupt nicht geringschätzen. Im Gegenteil. Ich gehe davon aus, dass meine Mitleserinnen und Mitleser sehr viel Erfahrung als Internet-Nutzer mitbringen. Und in der Lage sind, sich den Inhalt dieser Seite zu erschliessen, wenn sie das wollen. Und nicht an der Hand genommen werden müssen, um auch sicher den richtigen Knopf zu drücken.