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Schreiben im Web – eine Basiskompetenz für das Leben heute

Talk this way.

Das ist ein Old School-Blog: Mein persönliches Denkbuch im Internet, das ich zum Lernen und Nachdenken brauche.

Die vergangenen Jahre haben mir gezeigt: Blogartikel zu verfassen ist eine meiner bevorzugten und effektivsten Lernmethoden. Es zwingt mich dazu, Gelesenes oder Gehörtes aufzubereiten, zu sammeln, zu strukturieren und einigermassen verständlich wiederzugeben.

Zur Zeit wird im Netz sehr viel gelesen, gehört und weiterempfohlen. Twitter ist der grosse menschliche Informationsfilter. Ein riesiges Netzwerk von Menschen liest, bewertet und sortiert 24 Stunden pro Tag Informationen und News und lässt mich davon profitieren. Wie diese Wale, die mit offenem Maul durch’s Meer schwimmen, alles einsaugen, aber nur Nützliches verwerten.

Dieser Blog soll nun zu einem weiteren Teil meines «Personal Knowledge Management»-Baukastens werden (mehr zu Networked Learning oder Personal Knowledge Management hier bei Harold Jarche). Um Gehörtes und Gelesenes zu sammeln, zu prüfen und zu vertiefen. Anschliessend zwingt mich das Schreiben zum Entwickeln einer eigenen Struktur, zum Gewichten der Argumente und und allfällige Optionen für mich zu entwickeln.

Am besten geht das, wenn ich für ein «Publikum» schreibe – selbst wenn es ein imaginäres ist. Deshalb taugt das Tagebuch in meinem Nachttischchen dazu nicht; ein Blog im Netz hingegen schafft mehr (selbstgewählten) Druck auf.

Ob es jemand liest, Du oder Du oder die Katze des Nachbarn, ist nicht so relevant. Ich freue mich über jeden Leser und jede Leserin, klar. Es ist bloss nicht die primäre Motivation. In diesem Sinne reiht sich dieses Blog stolz in die von Seth Godin begründete Kategorie der Katzenblogs ein.

(Bild: Bandita bei flickr.com / CC)