Bobby Womack – The Last Soul Man

Mit dem 1986er Album Womagic begann meine Geschichte mit Bobby Womack. Das Album erhielt damals begeisterte Kritiken und markierte einen Wendepunkt in Womacks Diskografie: Weg von dem cheesy Discosound der späten 70er und frühen 80er. Akustische Instrumente dominierten, Womacks Gitarre stand im Vordergrund. «When the weekend comes», das erste Stück, bringt einem zu Tanzen ohne Synthies und Discogeschwurbel.

Seltsamerweise hat Womack die Platte nach ein paar Monate bereits wieder vom Markt genommen – er fand den Sound dann doch zu altmodisch. Sie ist heute auch als Second Hand nur noch schwer aufzutreiben.

Ich hingegen fand sie toll: Die Platte hat den Funk. Nur durch seine Gitarre und seine Stimme. Ganz offensichtlich wird das auch bei dem nachfolgenden Video, in dem er solo zwei seiner grössten Hits spielt, California Dreamin‘ und Across 110th Street: Ein Mann, seine Stimme, seine Gitarre – und es groovt.

Beeindruckend sind auch seine jüngeren Arbeiten mit Damon Albarn. Ein moderner Sound, ohne dass er sich dazu verbiegen muss. Es ist immer noch Bobby Womack, seine Qualitäten – Stimme und Gitarre – dominieren, Albarn produziert darum herum.

Bobby Womack ist gestern im Alter von 70 Jahren gestorben. Sehr schade – er wird fehlen.

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