Manager und Medienkompetenz

Online ist die Zukunft. Über die Medienkompetenz von Managern.

«Online ist die Zukunft.» Höre ich diese Aussage im Jahr des Herrn 2014 von einem CEO oder einer Managerin, stellen sich meine Nackenhaare auf. Und ich stehe jeweils kurz davor zu sagen: «Unter welchem Stein haben Sie die letzten fünf Jahre geschlafen?»

Online ist nicht die Zukunft. Online ist heute.

Wenn du diesen Blogbeitrag liest, ist die Chance gross, dass du zu meiner Filterblase gehörst. Vermutlich trägst du ein Fitbit und kommunizierst mit deinen Arbeitskollegen via Google+. Aber: Der grosse Teil der Manager da draussen hat sich noch nicht an dieses Ding namens Internet herangetraut. «We need to rethink our strategy of hoping the internet will just go away» ist der Text eines beliebten Cartoons. Ich finde es nicht lustig.

Die digitale Kompetenz der Bevölkerung, insbesondere von Jugendlichen, ist ein beliebtes Thema in Forschung und Medien. Was ich aber selten lese, sind Studien zur Online-Medienkompetenz von Entscheidungsträgern in Unternehmen und Organisationen. Das ist schade, weil ich vermute, solche Studien würden massiven Handlungsbedarf aufzeigen.

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Netzneutralität

Netzneutralität: Don’t you mess with my Datennetz

Die Netzneutralität wird in der Schweiz seit Monaten diskutiert, diese Tage haben sich die Netzanbieter mit einem gemeinsamen Vorstoss zu Wort gemeldet, die Vertreter der Digitalen Gesellschaft haben dazu Stellung genommen. Ich bin kein Spezialist für Netzneutralität, sehe aber, dass es ein Thema ist, mit dem wir uns alle auseinandersetzen müssen.

Mir liegt dieses Internet am Herzen

Netzneutralität ist nicht unbedingt das Thema, mit dem ich mich am liebsten rumschlage. Gadget-Tests oder Wanderungen finde ich um einiges attraktiver. Andererseits ist es dieses Netz, das es mir möglich macht, über Wanderungen zu schreiben oder Testgeräte zu kriegen. Obwohl ich ein kleiner Fisch bin und mir keine Druckpresse leisten kann.

Mir liegt dieses Internet am Herzen: Ein Internet, dass allen die gleichen Chancen bietet. Versteht mich richtig: Ich glaube nicht an das Internet als Heilsbringer. Das Internet schafft nicht Demokratie, es sorgt nicht für vollständige Transparenz und es gibt diesem Blog nicht die gleich laute Stimme wie der Journalistin der NZZ. Das ist in Ordnung so, no bad feelings. Weiterlesen

Fiio X5 Cowon Plenue

Fiio X5 und Cowon Plenue P1 frisch getestet

Gadget-Mania! Der Schweizer Importeur Portacomp AG hat mir für eine Woche einen Fiio X5 und einen Cowon Plenue P1 zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt. Ich selbst besitze den Fiio X3 – die grosse Frage: Lohnt sich ein Upgrade?

MP3-Player werden zu Digital Audio Player

Drei von vier Personen in der Schweiz besitzen ein Smartphone. Und damit ein Gerät, mit dem sie Musik hören können und das sie zudem immer dabei haben. Für Unternehmen, die Digital Audio Players verkaufen wollen, gibt es nur eine Nische: die Klangqualität. Beziehungsweise die Zielgruppe der Leute, die für ein Quäntchen besseren Ton ein separates Gerät mit sich rum tragen.

Deshalb heissen MP3-Player heute nicht mehr MP3-Player, sondern eben Digital Audio Player (DAP). Was insofern auch gerechtfertigt ist, weil sie weit mehr als MP3 abspielen können. «High resolution» ist das Schlagwort – also nicht verlustbehaftete MP3-Files, sondern verlustfrei komprimierte Datenformate wie WAV, FLAC oder Apple Lossless stehen hier im Vordergrund: Datenformate, die CD- oder sogar Super Audio-CD-Qualität liefern sollen – also mit 16 oder mit 24 Bit. Beide spielen inzwischen auch DSD (Direct Stream Digital) ab. Weiterlesen

Noise

Wieso ich die Grundidee von tsū sehr unsympathisch finde

tsū ist ein soziales Netzwerk, das die Nutzer und Nutzerinnen an den Werbeeinahmen beteiligen will. Eine ganz furchtbare Idee.

Gelungener Markteintritt mit neuer Idee

tsū ist eine gelungene Sache: Bereits mit der ersten Version bietet das Netzwerk alles, was man von Facebook kennt. Man muss dem Unternehmen gratulieren: Mit einem derart gelungenen und auch ausgereiften Produkt an den Markt zu gelangen, ist eine Leistung.

Natürlich ist tsū eine Copycat, die Features und Funktionalitäten sind nicht neu, sondern bei Facebook abgeschaut. tsū will vor allem auf der Ebene des Konzepts einen Unterschied machen: Die User werden an den Werbeeinnahmen beteiligt. Wieso soll nur der Betreiber einer Plattform verdienen, wo doch die User den Inhalt erstellen und damit die Aufmerksamkeit generieren, die der Plattformbetreiber dann vermarktet? tsū will das ganz einfach lösen: Je mehr und je beliebtere Beiträge der einzelne User auf tsū publiziert, desto mehr verdient er.

Noch mehr Noise, noch mehr Spam

Das ist eine furchtbare Idee. Eine wirklich sehr ungeheurliche Vision. Denn was heisst das in der Konsequenz? Die User beziehungsweise meine Freunde auf tsū werden alles daran setzen, möglichst viel zu publizieren. Und das ist genau das, was wir im Moment nicht brauchen. Das Grundrauschen, der Level an Noise, ist schon so hoch, dass es schwierig wird, die relevanten und guten Inhalte zu finden. Zudem ist absehbar, dass wir auf tsū dann auch die meist versprechenden Taktiken anwenden werden, um unsere Inhalte beliebt zu machen. Weiterlesen