Komplexe Systeme

Umsatz ist das Ergebnis von Verführung

Der Umsatz ist eine beliebte Zielgrösse für Unternehmen. Damit lässt sich messen, ob das Handeln des Managements und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgreich war. So weit so simpel. Was aber in vielen Managerköpfen geschieht, ist eine unheilvolle Verkürzung: Der Umsatz wird Gegenstand allen Denkens und Tuns – statt blosse Zielmarke wird der Umsatz zur Hauptsache.

Begeisterung und Kompetenz

Was vergessen geht: Niemand kauft Dinge oder Dienstleistungen, damit der Verkäufer Umsatz macht. Kunden kaufen, weil sie vom Produkt begeistert sind. Weil sie den Verkäufer für kompetent halten. Und weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verkäufers begeistern und kompetent sind. In Zeiten von austauschbaren Produkten und Dienstleistungen muss der Verkäufer die Kunden und Kundinnen umgarnen und verführen. Das Ergebnis dieser Romanze ist der Umsatz. Weiterlesen

Leute, die ins Internet schreiben

Der Verhaltenskodex für Blogger – und was es wirklich braucht

Heute war Blogger-Dialog in Zürich. Was, wie  ins Auge sticht, eine unnötige Veranstaltung ist, da Blogger zu dem schwatzhaften Teil der Bevölkerung gehören und kaum  eine extra Aufforderung zum Dialog benötigen. Nichtsdestotrotz – Auslöser für den Anlass waren epische Diskussionen rund um das Thema Blogger Relations und Unternehmen. Die Diskussion entstand aus nicht sonderlich aufregenden Umständen und kann hier nachgelesen werden.

Ein Resultat dieser Diskussion war ein Blogger Manifest, das Blogger ähnlich wie Journalistinnen und Journalisten einem Kodex unterstellen  und  zu einem sorgfältigen Umgang mit dem Thema Blogging / PR / Unternehmenskommunikation anregen will. Wieso kann das nicht funktionieren? Weiterlesen

Medien

World of Media: Über YouTube-Stars, Brand Journalism, bezahlte Blogger und die Photokina

Jede Woche stosse ich auf Texte und Beiträge, die zeigen, dass sich die Medienwelt weiter fundamental verändert. Nicht immer ist mir ganz klar, wie sie zusammen gehören und was genau die Konsequenzen sein werden. Aber sie deuten auf grundlegende Bewegungen hin.

Brand Journalism und wieso Chevron auch eine Lokalzeitung ist.

Der Andrew Edgecliffe-Johnson von der Financial Times hat am 19. September 2014 einen ausgezeichneten Artikel unter dem Titel «The invasion of corporate news» publiziert. Immer mehr Unternehmen werden zu Medienhäusern und verstärken ihre PR-Aktivitäten. Dabei geht es ihnen nicht in erster Linie darum, Journalisten zu beeinflussen, sondern wenn immer möglich die klassischen Medien zu umgehen. «Now we’ve got a way of reaching people who read what we say and we don’t have to rely on the Daily Mail», wird etwa Sir Richard Branson zitiert. In dem ausführlichen Artikel zeigt Edgecliffe-Johnson auf, wie PR heute funktioniert und welche Anstrengungen von Firmen unternommen werden, damit sich Journalisten nicht mehr anstrengen müssen. Oder wie Unternehmen den Job von Journalisten und Zeitungen gleich selbst übernehmen: Der Ölkonzern Chevron publiziert in seiner Heimatstadt Richmond seit letztem Januar den Richmond Standard. Die News über Vorfälle in Chevron-Raffinierien lesen sich dann so: «The clouds that could be seen above Chevron Richmond refinery Wednesday morning were actually harmless steam clouds.»  Weiterlesen

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La-La reiht sich bei den Ein-Bit-Messengern ein

Wir haben Slingshot, Yo und GetHoi. Die Metapher von Pilzen, die aus dem Boden schiessen, scheint angebracht. Erleben die Messenger-Apps aber auch die nächste Saison?

Heute hat mich Karin Friedli auf das neueste Pflänzchen aufmerksam gemacht. La-La ist ein Messaging-Applikaton für iOS. Bei La-La unterhält man sich nicht mittels Bildern oder Yo’s, sondern mit Ausschnitten aus Musikstücken. Weiterlesen

Bildung

Die Bildungsbranche wird digitalisiert und entbündelt

Vergleicht man das Bildungsgeschäft mit Branchen wie den Zeitungen oder der Musikindustrie, kann man ungefähr ablesen, wohin die Reise geht.

Die Musikindustrie hat exklusive Inhalte produziert oder sich besorgt und diese Inhalte gebündelt und vermarktet. Eine erste Veränderung brachte das Web in der Distribution: Der physische Verkaufspunkt wurde durch den Online-Shop abgelöst. Die zweite Veränderung wurde von ganz neuen Marktteilnehmern ausgelöst: Sie haben die Produkte digitalisiert und entbündelt: Statt CD kaufen die Kunden heute einzelne Tracks.

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Sigma Ricoh GR

Kompaktkameras als ideale Kombi für Reisefotografie

Unterwegs mit einer Ricoh GR und einer Sigma DP3 Merrill: Wieso ich Kompaktkameras mit Festbrennweiten einer digitalen Spiegelreflexkamera vorziehe.

Die DPx Merrill-Reihe von Kamerahersteller umfasst drei Kompaktkameras mit fixen Brennweiten: Die DP3M mit 75mm (Vollformat-Äquivalent), die DP2M (45mm) und die DP1M (28mm). Die Idee von Sigma: Statt einem Kameragehäuse mit verschiedenen Objektiven kauft man sich Objektive, die jeweils noch eine Kamera dranhängen haben. Dafür ist die Kamera kompakt, und wie häufig bei fest eingebauten Objektiven sind Linse und Kamera besser und einfacher aufeinander abzustimmen. Weiterlesen

Discovered not quite by accident.